Rezension "Und plötzlich war Frau Honig da" von Sabine Bohlmann

 

 

Eine Frau, ganz in Gelb gekleidet, steht plötzlich vor der Tür der Familie Sommerfeld und behauptet, das neue Kindermädchen zu sein.

Die vier Kinder und der Papa wundern sich. Niemand weiss von einem Kindermädchen. Was wie eine moderne Version des Kinderklassikers «Mary Poppins» anfängt, entpuppt sich als ein wunderschönes, berührendes Plädoyer für die Fantasie und die Magie der Kindheit.

So zieht Frau Honig ein und bringt gleich einen Korb Bienen mit. Schon bald wird klar – sie ist vieles, nur kein normales Kindermädchen. Nicht nur, dass sie zaubern kann und die Kinder mit einem fliegenden Teppich zum Zähneputzen chauffiert oder sie über ihren eigenen Schatten springen lässt -im wahrsten Sinne des Wortes – sie bringt auch Leichtigkeit, Liebe und schlicht Freude zurück in das Haus der Familie Sommerfeld.

Aus dem überlasteten, alleinerziehenden Herr Sommerfeld wird ein liebevoller, umsorgender Familienvater und auch allen Kindern gibt Frau Honig einen schon verloren geglaubten Schatz zurück, indem sie ihnen zeigt, dass der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Sabine Bohlmanns zauberhaftes Buch ist ein Muss für alle Kinder und Erwachsene, die noch immer an Phantásien glauben.

(Mit liebevollen Illustrationen von Joëlle Tourlonias.)